Programmierung

Mathematica nutzt für die Programmierung die bekannten Schleifen- und Kontrollstrukturen IF, FOR, WHILE, DO. Hierzu gehören u.a. die beiden Befehle

(20.26a)

und

(20.26b)

Der erste Befehl bewirkt die Evaluierung des Ausdruckes ausdr, wobei i den Wertebereich von i1 bis i2 in Schritten di durchläuft. Läßt man di weg, so werden Einer-Schritte verwendet. Fehlt noch , so wird bei 1 begonnen.

Der zweite Befehl evaluiert den Ausdruck, solange test den Wert besitzt.

Beispiel

Zur Berechnung eines Näherungswertes von e2 werde die Reihenentwicklung der Exponentialfunktion benutzt:

(20.27)

Die -Schleife evaluiert entsprechend einer vorgegebenen Anzahl, die -Schleife dagegen so lange, bis die vorgebene Bedingung ungültig wird.

Mathematica bietet insbesondere für die Programmierung die Möglichkeit, Variable lokal zu definieren und zu nutzen. Das geschieht mit der Anweisung

(20.28)

Die in der Liste eingeschlossenen Variablen oder Konstanten sind bezüglich ihrer Nutzung im Modul lokal, die ihnen zugewiesenen Werte sind außerhalb des Moduls nicht bekannt.

Beispiel A

Es ist eine Prozedur (Funktion) zu definieren, die die Summe der Quadratwurzeln von 1 bis n berechnet.

(20.29)

Der Aufruf liefert dann z.B. 112.083.

Eine besondere Stärke der Programmiermöglichkeiten in Mathematica ist die Nutzung funktionaler Methoden der Programmierung, die mit den Operationen und weiteren möglich werden.

Beispiel B

Beispiel A läßt sich funktional für den Fall, daß eine Genauigkeit auf 10 Ziffern gefordert ist, folgendermaßen schreiben:
         liefert dann 112.0828452.

Für Einzelheiten muß auf [20.6] verwiesen werden.