Konvexe Aufgabe

Konvexe Aufgabe wird die Optimierungsaufgabe

(18.42)

genannt, wenn die Funktionen f und gi konvex sind. Insbesondere können f und gi lineare Funktionen sein. Für konvexe Aufgaben gilt:

  1. Jedes lokale Minimum von f über M ist auch globales Minimum.
  2. Ist M nicht leer und beschränkt, dann existiert mindestens eine Lösung von (18.42).
  3. Ist f streng konvex, dann existiert höchstens eine Lösung von (18.42).

Optimalitätsbedingungen

  1. Ist f stetig partiell differenzierbar, dann ist genau dann Lösung von (18.42), wenn gilt:
    (18.43)
  2. Die SLATER-Bedingung ist eine Regularitätsbedingung für den zulässigen Bereich . Sie ist erfüllt, wenn ein mit für alle nicht affin linearen Funktionen gi existiert.
  3. Ist die SLATER-Bedingung erfüllt, dann ist genau dann ein Minimalpunkt von (18.42), wenn ein existiert, so daß ein Sattelpunkt der LAGRANGE-Funktion ist. Sind darüber hinaus die Funktionen differenzierbar, dann ist genau dann eine Lösung von (18.42), wenn den lokalen KUHN-TUCKER-Bedingungen genügt.
  4. Für ein konvexes Optimierungsproblem mit differenzierbaren Funktionen f und gi kann das duale Problem (18.41a,b) einfacher formuliert werden:
    = (18.44a)
    M* = (18.44b)


    Der Gradient von L wird hier nur bezüglich gebildet.
  5. Für konvexe Optimierungsaufgaben gilt der starke Dualitätsatz:
    Erfüllt M die SLATER-Bedingung und ist eine Lösung von (18.42), dann existiert ein , so daß eine Lösung des dualen Problems (18.44a,b) ist, und es gilt:
    (18.45)