Eine einfache Anwendung von Zahlenkongruenzen ist die Verwendung von Prüfziffern in der Internationalen Standard-Buchnummer ISBN. Büchern wird eine 10-stellige Ziffernkombination der Form
![]() |
(5.285a) |
zugeordnet. Dabei ist a die Gruppennummer (a=3 bedeutet z.B., daß das Buch aus Deutschland, Östereich oder der Schweiz kommt), bcd ist die Verlagsnummer und efghi die Titelnummer für das einzelne Buch des betreffenden Verlages. Als Prüfziffer ist p eingeführt, damit fehlerhafte Buchbestellungen erkannt und im Zusammenhang damit stehende Unkosten minimiert werden können. Die Prüfziffer p ist die kleinste nichtnegative Zahl, die die folgende Kongruenz erfüllt:
![]() |
(5.285b) |
Anstelle von 10 verwendet man als Prüfziffer auch das nichtnumerische Zeichen X.
(s. auch Kontonummernsystem EKONS).
Man kann nun für jede übermittelte ISBN-Nummer nachprüfen, ob die angegebene Prüfziffer mit der aus der restlichen Ziffernkombination ermittelten Prüfziffer übereinstimmt. Bei Nichtübereinstimmung liegt mit Sicherheit ein Fehler vor. Beim ISBN-Prüfziffernverfahren werden folgende Fehler stets aufgedeckt: