- 1. Prinzip:
- Der Grad der Zugehörigkeit eines beliebigen Elements
zu den Mengen
bzw.
soll nur von den beiden Zugehörigkeitsgraden
und
des Elementes zu den beiden unscharfen Mengen A und B abhängen. Mit Hilfe zweier Funktionen
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(5.368) |
lassen sich die unscharfe Mengenvereinigung und der unscharfe Mengenschnitt wie folgt definieren:
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(5.369) |
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(5.370) |
Die Zugehörigkeitsgrade
und
werden in einen neuen Zugehörigkeitsgrad abgebildet. Die Funktionen t und s werden t-Norm und t-Konorm, letztere auch s-Norm genannt.
- 2. Interpretation:
- Die Funktionen
und
stellen den Wahrheitswert dar, der sich aus der Verknüpfung der Wahrheitswerte
und
ergibt.
- 3. Definition der t-Norm:
- Die t-Norm ist eine binäre Operation t in [0,1] und eine Abbildung
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(5.371) |
Sie ist symmetrisch, assoziativ, monoton wachsend und besitzt 0 als Nullelement und 1 als neutrales Element.
Für
gelten folgende Eigenschaften:
- (E1) Kommutativität:
-
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(5.372a) |
- (E2) Assoziativität:
-
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(5.372b) |
- (E3) Spezielle Operationen mit Nullelement 0 und neutralen Element 1:
-
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(5.372c) |
- (E4) Monotonie:
-
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(5.372d) |
- Definition der s-Norm:
- Die s-Norm ist eine binäre Operation s in [0,1] und eine Abbildung
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(5.373) |
Sie besitzt die folgenden Eigenschaften:
- (E1) Kommutativität:
-
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(5.374a) |
- (E2) Assoziativität:
-
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(5.374b) |
- (E3) Spezielle Operationen mit Nullelement 0 und neutralen Element 1:
-
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(5.374c) |
- (E4) Monotonie:
-
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(5.374d) |
Mit Hilfe dieser Eigenschaften lassen sich jeweils eine ganze Klasse T von Funktionen der t-Normen bzw. eine Klasse S von Funktionen der s-Normen einführen. Detailierte Untersuchungen haben gezeigt, daß der folgende Zusammenhang gilt:
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(5.374e) |
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(5.374f) |