Zunächst soll für Funktionen einer Variablen die Transformation des bestimmten Integrals
auf einen Ausdruck gezeigt werden, der das Integral
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(16.178) |
enthält. Danach kann die Monte-Carlo-Methode gemäß Beispiel für eine Monte-Carlo-Simulation angewendet werden. Man substituiert wie folgt:
Dadurch geht (16.177) über in
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(16.180) |
wobei der Integrand der Bedingung
genügt.
Die näherungsweise Berechnung mehrfacher Integrale mit Hilfe der Monte-Carlo-Methode wird am Beispiel des Doppelintegrals
gezeigt. Mit S wird ein ebenes Flächenstück bezeichnet, das durch die Ungleichungen und
beschrieben sein soll. Mit
und
sind gegebene Funktionen bezeichnet. Dann kann V als Volumen eines zylinderischen Körpers K aufgefaßt werden, der senkrecht auf der x,y-Ebene steht und für dessen Deckfläche
gilt. Dieser Körper liege in dem Quader
, der durch die Ungleichungen
beschrieben wird. Nach einer Transformation analog zu (16.179) erhält man aus (16.181) einen Ausdruck, der das Integral
enthält, wobei V* als Volumen eines Körpers K* im dreidimensionalen Einheitswürfel aufgefaßt werden kann. Das Integral (16.182) wird näherungsweise nach der Monte-Carlo-Methode wie folgt berechnet:
Von einer Folge von Zufallszahlen, die im Intervall [0,1] gleichverteilt sein sollen, faßt man je 3 als Koordinaten eines Punktes des Einheitswürfels auf und prüft, ob Pi dem Körper K* angehört. Ist das für m Punkte der Fall, dann gilt analog zu (16.175)
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(16.183) |
Bei bestimmten Integralen mit einer Integratisionsveränderlichen sollte man die im Abschnitt Numerische Integration beschriebenen Verfahren anwenden.
Bei der Berechnung mehrfacher Integrale ist dagegen die Anwendung der Monte-Carlo-Methode durchaus zweckmäßig.