Eigenschaften bezüglich des Eigenwertproblems

1. Anzahl der Eigenwerte:
Die Matrix hat genau n reelle Eigenwerte die entsprechend ihrer Vielfachheit zu zählen sind.
2. Orthogonalität der Eigenvektoren:
Die zu verschiedenen Eigenwerten gehörenden Eigenvektoren und sind orthogonal, d.h., es gilt
(4.126)
3. Matrix mit p-fachem Eigenwert:
Zu einem p-fachen Eigenwert existieren p linear unabhängige Eigenvektoren Wegen (4.124) sind auch alle nichttrivialen Linearkombinationen Eigenvektoren zu . Davon können p mit Hilfe des GRAM-SCHMIDTschen Orthogonalisierungsverfahrens ausgewählt werden, die orthogonal sind. Insgesamt gilt: Die Matrix besitzt genau n reelle orthogonale Eigenvektoren.
Beispiel


Die Eigenwerte sind und

Aus dem zugehörigen homogenen Gleichungssystem erhält man x1 beliebig, x2 beliebig, Man wählt und und erhält die beiden linear unabhängigen Eigenvektoren und wobei C1 und C2 beliebige Konstanten sind.
Man erhält x1 beliebig, wählt z.B. x1 = 1 und erhält den Eigenvektor wobei C3 eine beliebige Konstante ist. Die Matrix ist symmetrisch, die zu den verschiedenen Eigenwerten gehörenden Eigenvektoren sind orthogonal.
Gram-Schmidtsches Orthogonalisierungsverfahren

Es sei Vn ein beliebiger n-dimensionaler EUKLIDischer Vektorraum. Die Vektoren seien linear unabhängig. Dann existiert ein Orthogonalsystem von Vektoren , das auf folgende Weise konstruiert werden kann:

(4.127)

Hinweise:
1. Mit wird das Skalarprodukt der Vektoren und bezeichnet.
2. Zu dem Orthogonalsystem der Vektoren erhält man das Orthonormalsystem durch wobei mit die EUKLIDische Norm des Vektors bezeichnet wird.

Beispiel

. Daraus folgt:
und und ;
und .