Für einen fuzzy-geregelten Prozeß werden folgende Entwurfsschritte verwendet:
- 1. Regelbasis:
- Für die i-te Regel gelte z.B.
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(5.414) |
Hierbei charakterisiert e den Fehler,
die Änderung des Fehlers und u die Änderung des Ausgabewertes (nicht fuzzy-wertig). Alle Größen seien auf ihren Definitionsbereichen
und U definiert, und der gesamte Definitionsbereich sei
Über diesem Definitionsbereich werden die Größen Fehler und Fehleränderung fuzzifiziert, d.h. mittels unscharfer Mengen dargestellt, wobei linguistische Beschreibungen benutzt werden.
- 2. Fuzzifizierungsalgorithmus:
- Im allgemeinen sind der Fehler e und dessen Änderung
nicht fuzzy-wertig, so daß sie über eine linguistische Beschreibung fuzzifiziert werden müssen. Die Fuzzy-Werte werden mit den Prämissen der WENN-DANN-Regeln aus der Regelbasis verglichen. Daraus folgt, welche Regeln aktiv sind und mit welchem Gewicht eine Regel beteiligt ist.
- 3. Verknüpfungsmodul:
- Die aktivierten Regeln mit ihrem unterschiedlichen Gewicht werden mit Hilfe einer Verknüpfungsoperation zusammengefaßt und dem Defuzzifizierungsalgorithmus zugeführt.
- 4. Entscheidungsmodul:
- Im Defuzzifizierungsprozeß soll ein scharfer Wert für die Stellgröße erhalten werden. Mit Hilfe einer Defuzzifizierungsoperation wird aus der Menge der möglichen Werte eine nicht fuzzy-wertige Größe, d.h. eine scharfe Größe, ermittelt. Diese Größe drückt aus, wie eine Einstellung des Systems vorzunehmen ist, so daß die Regelabweichung gering bleibt.
Fuzzy-Regelung bedeutet, daß die Schritte 1. bis 4. wiederholt werden, bis das Ziel, geringste Regelabweichung e und deren Änderung
erreicht ist.