Im Vektorraum der reellen Zahlen sind die Begriffe (o)-Beschränktheit und Beschränktheit (im herkömmlichen Sinne) identisch. Es ist bekannt, daß jede von oben beschränkte Menge reeller Zahlen in
ihr Supremum - die kleinste aller oberen Schranken - besitzt. Analog, wenn eine Menge reller Zahlen von unten beschränkt ist, dann besitzt sie ihr Infimum - die größte aller unteren Schranken. In einem allgemeinen geordneten Vektorraum kann die Existenz von Supremum und Infimum i.allg. nicht einmal für endliche Teilmengen nachgewiesen, sondern muß per Axiom gefordert werden. Ein geordneter Vektorraum
heißt Vektorverband oder linearer Verband (in der englischsprachigen Literatur auch RIESZscher Raum bzw. und in der russischsprachigen Literatur auch K-Lineal), wenn für zwei beliebige Elemente
ein Element
mit den folgenden Eigenschaften existiert:
Ein Vektorverband, in dem jede nichtleere, von oben beschränkte Teilmenge E ein Supremum sup(E) hat (analog, in dem jede nichtleere, von unten bescgränkte Teilmenge ein Infimum inf(E) hat), heißt DEDEKIND-komplett oder K-Raum (KANTOROVICH-Raum)
Beispiel A |
Im Vektorverband |
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(12.34) |
berechnet. Im Falle von und y(t)=t2 (s. Abbildung) ergibt sich für
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(12.35) |
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(12.36) |