Der bikubische Spline-Ansatz (19.240) ist ein Beispiel für einen sogenannten Tensorprodukt-Ansatz, der die Form
hat und vor allem für Approximationen über Rechteckgittern geeignet ist.
Die Funktionen und
bilden zwei linear unabhängige Funktionssysteme. Tensorprodukt-Ansätze haben in numerischer Hinsicht den großen Vorteil, daß sich z.B. die Lösung der zweidimensionalen Interpolationsaufgabe (19.239) auf die Lösung von eindimensionalen Aufgaben zurückführen läßt. Darüber hinaus gilt: Die zweidimensionale Interpolationsaufgabe (19.239) ist mit dem Ansatz (19.243) eindeutig lösbar, wenn
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(19.244) |
Dabei sind die Funktionen Ni,4(x) und Nj,4(y) normalisierte B-Splines der Ordnung 4. Mit r wird die Anzahl der Knoten bezüglich , mit p die Anzahl der Knoten bezüglich y bezeichnet. Die Knoten sind frei wählbar, aber für die Lösbarkeit der Interpolationsaufgabe müssen gewisse Bedingungen an die Lage der Knoten und die der Stützstellen der Interpolation gestellt werden.
B-Spline-Ansätze führen bei der Lösung von Interpolationsaufgaben auf Gleichungssysteme, deren Koeffizientenmatrizen Bandstruktur haben, also von numerisch günstiger Struktur sind.
Lösungen für verschiedene Interpolationsaufgaben mit Hilfe von bikubischen B-Spline-Ansätzen s. [19.23].