Zur Lösung einer Gleichung, die auf die Fixpunktform gebracht worden ist, verwendet man die naheliegende Iterationsvorschrift
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(19.3) |
die als gewöhnliches Iterationsverfahren bezeichnet wird. Es konvergiert gegen eine Lösung , wenn die Abbildung
in einer Umgebung von
kontrahierend ist (s. Fundamentale Sätze in vollständigen metrischen Räumen), d.h., wenn
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(19.4) |
gilt und die Ausgangsnäherung x0 in dieser Umgebung liegt (s. Abbildung).
Ist differenzierbar, dann lautet die entsprechende Bedingung
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(19.5) |
Die Konvergenz des gewöhnlichen Iterationsverfahrens ist um so besser, je kleiner die Zahl K ist.
Beispiel |
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Hinweise:
1. Im Falle komplexer Lösungen setzt man . Durch Trennung von Real- und Imaginärteil geht die zu lösende Gleichung in ein System zweier Gleichungen für die reellen Unbekannten u und v über.
2. Die iterative Lösung nichtlinearer Gleichungssysteme wird in Abschnitt Nichtlineare Gleichungen behandelt.