Gewöhnliches Iterationsverfahren

Das gewöhnliche Iterationsverfahren geht davon aus, daß sich die Gleichungen (19.55) auf eine Fixpunktform

(19.56)

bringen lassen. Dann erhält man, von den geschätzten Näherungswerten ausgehend, verbesserte Werte durch

1. Iteration in Gesamtschritten:

=  
    (19.57)


2. Iteration in Einzelschritten:

=  
    (19.58)


Für die Güte der Konvergenz dieser Verfahren ist ausschlaggebend, daß die Funktionen fi in der Umgebung einer Lösung möglichst schwach von den Unbekannten abhängen, d.h., falls die fi differenzierbar sind, müssen die Beträge der partiellen Ableitungen möglichst klein sein. Als Konvergenzbedingung erhält man

(19.59)

auf einer Umgebung der anzunähernden Lösung. Mit einer solchen Größe K gilt die Fehlerabschätzung

(19.60)

Dabei sind xi die Komponenten der gesuchten Lösung, und die zugehörigen -ten und -ten Näherungen.