Das Gradnetz einer Kugel ist auf einen Zylinder abzubilden, der die Kugel in einem Meridian berührt. Der Berührungsmeridian und der Äquator bilden die Achsen eines GAUSS-KR¨UGER-Systems.

Lösung: Ein Punkt P der Kugeloberfläche wird zu P' der Ebene. Der Großkreis g durch P senkrecht zum Berührungsmeridian bildet sich als Gerade g' senkrecht zur x-Achse und der Kleinkreis k durch P parallel zum Berührungsmeridian als Gerade k' parallel zur x-Achse ab. Der Meridian m durch P hat als Bild keine Gerade, sondern eine Kurve m'. Die nach oben zeigende Richtung der Tangente von m' in P' gibt die geographische Nordrichtung an, die nach oben zeigende Richtung von k' die geodätische Nordrichtung. Der Winkel zwischen beiden Nordrichtungen heißt Meridiankonvergenz.
Im rechtwinklig sphärischen Dreieck QPN mit und ergibt sich aus Nach der NEPERschen Regel ist oder Da und meist klein sind, folgt mit daraus Die Längenverzerrung dieses Zylinderentwurfes ist bei kleinen Abständen gering, und es kann gesetzt werden, wobei y der Rechtswert von P ist. Man erhält Die Umrechnung von aus dem Bogen- ins Gradmaß ergibt für eine Meridiankonvergenz von bzw. 
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