Besitzen die Hauptkrümmungskreisradien R1 und R2 im Flächenpunkt P gleiches Vorzeichen, dann liegen in der Umgebung von P alle Flächenpunkte auf einer Seite der Tangentialebene, und man spricht vom elliptischen Flächenpunkt (linke Abbildung).
Sein analytisches Merkmal ist die Bedingung
(3.586a)
2. Kreis- oder Nabelpunkt
wird ein Flächenpunkt P genannt, wenn die Hauptkrümmungskreisradien in diesem Punkt die Bedingung
R1 =R2
(3.586b)
erfüllen. Seine Normalschnitte zeichnen sich durch aus.
3. Hyperbolischer Flächenpunkt:
Im Falle unterschiedlicher Vorzeichen der Hauptkrümmungskreisradien R1 und R2 weisen die konkaven Seiten der Hauptnormalenschnitte nach entgegengesetzten Richtungen. Die Tangentialebene durchsetzt dann die Fläche, so daß diese in der Nähe des Punktes P sattelartig geformt ist. Der Punkt P wird hyperbolischer Punkt genannt (rechte Abbildung). Sein analytisches Merkmal ist die Bedingung
(3.586c)
4. Parabolischer Flächenpunkt:
Ist einer der beiden Hauptkrümmungskreisradien R1 oder R2 gleich dann besitzt der eine Hauptnormalenschnitt entweder einen Wendepunkt oder er ist eine Gerade. Bei P handelt es sich dann um einen parabolischen Flächenpunkt (untere Abbildung) mit dem analytischen Merkmal
(3.586d)
Beispiel
Alle Punkte eines Ellipsoids sind elliptisch, eines einschaligen Hyperboloids hyperbolisch und eines Zylinders parabolisch.