Rechenregeln für Matrizen
Die folgenden Regeln können nur angewendet werden, wenn die darin auftretenden Rechenoperationen durchführbar sind.
- 1. Die Multiplikation einer Matrix mit der Einheitsmatrix
wird wegen
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(4.33) |
auch identische Abbildung genannt.
- 2. Multiplikationen einer Matrix
mit der Skalarmatrix
oder mit der Einheitsmatrix 
- sind kommutativ:
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(4.34a) |
mit
gemäß (4.8),
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(4.34b) |
- 3. Multiplikation einer Matrix
mit der Nullmatrix 
- ergibt die Nullmatrix:
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(4.35) |
Die Umkehrung dieser Regel gilt im allgemeinen nicht, d.h., aus
folgt nicht notwendig
oder
.
- 4. Verschwindendes Produkt zweier Matrizen
- Auch wenn weder
noch
Nullmatrizen sind, kann ihr Produkt eine Nullmatrix ergeben:
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(4.36) |
Beispiel |

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- 5. Multiplikation dreier Matrizen:
-
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(4.37) |
- 6. Transposition von Summe und Produkt zweier Matrizen:
-
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(4.38a) |
Für quadratische, invertierbare Matrizen
gilt außerdem:
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(4.38b) |
- 7. Inverse eines Produkts aus zwei Matrizen:
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(4.39) |
- 8. Potenzieren von Matrizen:
-
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(4.40a) |
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(4.40b) |
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(4.40c) |
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(4.40d) |
- 9. Kronecker-Produkt:
- Als KRONECKER-Produkt zweier Matrizen
und
bezeichnet man die Vorschrift
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(4.41) |
Bezüglich Transposition und Spur gelten die Regeln
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(4.42) |
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(4.43) |