Homomorphismen und Isomorphismen

Zwischen algebraischen Strukturen werden nicht beliebige, sondern strukturerhaltende Abbildungen betrachtet:

1. Gruppenhomomorphismus:
Es seien und Gruppen. Eine Abbildung heißt Gruppenhomomorphismus, wenn für alle gilt:
(5.102)

Als Beispiel sei der Multiplikationssatz für Determinanten erwähnt:

(5.103)

Dabei ist auf der rechten Seite der Gleichung die Multiplikation reeller Zahlen (ungleich Null) und auf der linken Seite die Multiplikation von regulären Matrizen gemeint.

2. Kern:
Ist ein Gruppenhomomorphismus, so wird die Menge aller Elemente von G1, die auf das neutrale Element von G2 abgebildet werden, Kern von h genannt. Der Kern von h erweist sich als Normalteiler von .
3. Gruppenisomorphismus
Ist ein Gruppenhomomorphismus h darüber hinaus bijektiv, so heißt h Gruppenisomorphismus, und die Gruppen G1 und G2 heißen zueinander isomorph (Bezeichnung: ). Es gilt: ker h=E.
Isomorphe Gruppen sind von gleicher Struktur, d.h., sie unterscheiden sich nur durch die Bezeichnung ihrer Elemente.
Beispiel

Die symmetrische Gruppe S3 und die Diedergruppe D3 sind zueinander isomorphe Gruppen der Ordnung 6 und beschreiben die Deckabbildungen eines gleichseitigen Dreiecks.