Für einen linearen stetigen Operator wobei
normierte Räume sind, ordnet man jedem
durch
ein Funktional
zu. Auf diese Weise entsteht ein linearer stetiger Operator
der adjungierter Operator zu T heißt und die folgenden Eigenschaften besitzt:
, wobei für die linearen stetigen Operatoren
und
, (
sind normierte Räume) der Operator
auf natürliche Weise durch ST(x)=S(T(x)) definiert ist.
Mit den in den Abschnitten Lineare Operatoren und Funktionale und
Stetige lineare Funktionale im HILBERT-Raum eingeführten Bezeichnungen bestehen für einen Operator die folgenden Identitäten:
wobei die Abgeschlossenheit von Im(T) die Abgeschlossenheit von Im(T*) impliziert.
Der Operator , den man als (T*)* aus T* gewinnt, heißt der zweite adjungierte Operator zu T und hat die Eigenschaft: Ist
. Der Operator
ist also eine Erweiterung von
.
Im HILBERT-Raum kann auf Grund des RIESZschen Satzes der adjungierte Operator mit Hilfe des Skalarprodukts
eingeführt werden, wobei sich wegen der Identifizierung von
und
neben
und I*=I sogar T**=T ergibt. Ist T bijektiv, so ist es auch
, und es gilt
. Für die Resolventen von T und T* gilt die Beziehung
woraus sich für das Spektrum des adjungierten Operators ergibt.
Beispiel A |
Sei T ein Integraloperator mit stetigem Kern |
der im Raum betrachtet wird. Der zu T adjungierte Operator ist ebenfalls ein Integraloperator
mit dem Kern , wobei yg das gemäß (12.165) zu
existierende Element aus Lq ist.
Beispiel B |
Im endlichdimensionalen komplexen Vektorraum ist der adjungierte zu einem durch die Matrix A=(aij) repräsentierten Operator gerade durch die Matrix A* mit |