Die Motivation für diese Dimension ergibt sich aus der Volumenberechnung durch das LEBESGUE-Maß. Wird eine beschränkte Menge mit einer Überdeckung aus einer endlichen Anzahl Kugeln Bri mit Radius
versehen, so daß also
gilt, erhält man für A das Rohvolumen
. Bildet man nun über alle endlichen Überdeckungen von A durch Kugeln mit Radius
die Größe
und läßt
gegen Null gehen, so ergibt sich das äußere LEBESGUE-Maß
von
, das für meßbare Mengen mit dem Volumen vol(A) übereinstimmt.
Es seien M der EUKLIDische Raum oder, allgemeiner, ein separabler metrischer Raum mit Metrik
und
eine Teilmenge. Für beliebige Parameter
und
wird die Größe
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(17.40a) |
gebildet, wobei beliebige Teilmengen mit Durchmesser diam
sind. Das äußere HAUSDORFF-Maß zur Dimension d von A wird durch
![]() |
(17.40b) |
definiert und kann endlich oder unendlich sein. Die HAUSDORFF-Dimension dH(A) der Menge A ist dann der (einzige) kritische Wert des HAUSDORFF-Maßes:
![]() |
(17.40c) |
Bemerkung: Die Größen können auch mit Hilfe von Überdeckungen aus Kugeln vom Radius
oder, im Falle des
, aus Würfeln der Kantenlänge
gebildet werden.
Wichtige Eigenschaften der Hausdorff-Dimension:
Beispiel |
Für die Menge |