Es sei eine Gruppe und
Ist U bezüglich
wieder eine Gruppe, so heißt
eine Untergruppe von G.
Eine nichtleere Teilmenge U einer Gruppe ist genau dann Untergruppe von G, wenn für alle
auch
und a-1 in U liegen (Untergruppenkriterium).
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(5.98) |
Ist die Gruppenoperation eine Addition, so schreibt man statt der Potenzen ak als Abkürzung für die k-fache Verknüpfung von a mit sich selbst ganzzahlige Vielfache ka als Abkürzung für die k-fache Addition von a mit sich selbst, d.h.
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(5.99) |
Dabei ist <a> die kleinste Untergruppe von die a enthält. Gilt
für ein Element a aus
so heißt G eine zyklische Gruppe.
Es gibt unendliche zyklische Gruppen, wie bezüglich der Addition, und endliche zyklische Gruppen, wie die Restklassenaddition in der Menge
der Restklassen modulo m.
Beispiel |
Ist die Elementeanzahl einer endlichen Gruppe G eine Primzahl, so ist G stets zyklisch. |
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(5.100) |
von G Linksnebenklassen bzw. Rechtsnebenklassen von U in Die Links- bzw. Rechtsnebenklassen bilden jeweils eine Zerlegung von
.
Alle Links- oder Rechtsnebenklassen einer Untergruppe U in einer Gruppe G haben die gleiche Anzahl von Elementen, nämlich ord . Daraus ergibt sich, daß die Anzahl der Linksnebenklassen gleich der Anzahl der Rechtsnebenklassen ist. Diese Zahl wird Index von U in G genannt. Aus den genannten Fakten ergibt sich der Satz von LAGRANGE (s. nächten Abschnitt).