Gegeben sei die ebene Differentialgleichung
wobei ein kleiner Parameter ist. Für
sei (17.83) ein HAMILTON-System, d.h. für f=(f1,f2) gelte
und
, wobei
eine C3-Funktion sei. Das zeitabhängige Vektorfeld
sei zweimal stetig differenzierbar und T-periodisch bezüglich des ersten Arguments. Außerdem seien f und g beschränkt auf beschränkten Mengen. Bei
existiere in (17.83) ein homokliner Orbit bezüglich des Sattelpunktes
. Der POINCAR´E-Schnitt
von (17.83) im Phasenraum {(x1,x2,t)} bei t=t0 sehe aus wie in der folgenden Abbildung.
Die POINCAR´E-Abbildung hat für kleine
einen Sattel
nahe x = 0 mit den invarianten Mannigfaltigkeiten
und
. Ist der homokline Orbit des ungestörten Systems durch
gegeben, so läßt sich der Abstand der Mannigfaltigkeiten
und
, gemessen entlang der Geraden, die durch
verläuft und senkrecht auf
steht, durch die Formel
![]() |
(17.84a) |
berechnen. Dabei ist die MELNIKOV-Funktion, die durch
![]() |
(17.84b) |
definiert ist. Für a = (a1,a2) und b = (b1,b2) ist . Besitzt die MELNIKOV-Funktion M in t0 eine einfache Nullstelle, d.h., gilt M(t0) = 0 und
, dann schneiden sich die Mannigfaltigkeiten
und
für genügend kleine
transversal. Wenn M keine Nullstellen besitzt, gilt
, d.h., es gibt keine homoklinen Punkte.
Bemerkung: Das ungestörte System (17.83) besitze einen heteroklinen Orbit, gegeben durch , der aus einem Sattel 01 in einen Sattel 02 läuft. Seien
und
die Sattel der POINCARE-Abbildung
für kleine
. Besitzt
, berechnet wie oben, in t0 eine einfache Nullstelle, so schneiden sich
und
für kleine
transversal.
Beispiel |
Betrachtet wird die periodisch gestörte Pendelgleichung ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() |