Steife Differentialgleichungen

Bei vielen Anwendungen, z.B. in der chemischen Kinetik, führen mathematische Modelle auf Systeme von Differentialgleichungen, deren Lösungskomponenten sich aus verschieden stark exponentiell abklingenden Anteilen zusammensetzen. Solche Systeme von Differentialgleichungen werden als steif bezeichnet. In dem Beispiel

(19.117)

mit und leistet für den Fall der zu gehörende Term keinen Beitrag zur Lösung, er beeinflußt aber ganz wesentlich die Wahl der Schrittweite h eines Näherungsverfahrens, so daß der Einfluß der Rundungsfehler sehr stark anwächst. Dann ist die Auswahl geeigneter Näherungsverfahren unbedingt notwendig (s. [19.29], [19.6]).