Die FOURIER-Transformation ist eine Integraltransformation der Form (15.1a), die aus dem FOURIER-Integral (15.64b) dadurch entsteht, daß man
substituiert. Damit erhält man den folgenden Zusammenhang zwischen der reellen Originalfunktion f(t) und der im allgemeinen komplexen Bildfunktion :
In der Kurzschreibweise verwendet man das Zeichen :
Die Originalfunktion f(t) heißt FOURIER-transformierbar, wenn das Integral (15.70), also ein uneigentliches Integral mit dem Parameter existiert. Wenn das FOURIER-Integral nicht als gewöhnliches uneigentliches Integral existiert, ist es als CAUCHYscher Hauptwert zu verstehen. Die Bildfunktion
nennt man auch FOURIER-Transformierte; sie ist beschränkt, stetig und strebt für
gegen Null:
Existenz und Beschränktheit von folgen direkt aus der offensichtlich gültigen Ungleichung
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(15.74) |
Für die Stetigkeit von und die Eigenschaft
für
ist die Existenz der FOURIER-Transformierten eine hinreichende Bedingung. Diese Aussage wird häufig in folgender Form benutzt: Wenn die Funktion f(t) in
absolut integrierbar ist, dann ist ihre FOURIER-Transformierte eine stetige Funktion von
, und es gilt (15.73).
Folgende Funktionen sind nicht FOURIER-transformierbar: konstante Funktionen, beliebige periodische Funktionen (z.B.
), Potenzfunktionen, Polynome, Exponentialfunktionen (z.B.
, Hyperbelfunktionen).