Das BAIRSTOW-Verfahren ist ein Iterationsverfahren zur Bestimmung von Wurzelpaaren, auch konjugiert komplexen. Es geht von der Abspaltung eines quadratischen Faktors vom gegebenen Polynom wie beim HORNER-Schema (19.18a-d) aus und hat die Ermittlung von Koeffizienten p und q zum Ziel, die die Restkoeffizienten r0 und r1 zu Null machen (s. [19.38], [19.14], [19.40]).
Falls nur die betragsgrößte oder betragskleinste reelle Wurzel gesucht ist, so kann diese nach der Methode von BERNOULLI recht einfach ermittelt werden (s. [19.38]).
Aus historischer Sicht sei noch das GRAEFFE-Verfahren erwähnt, das alle Wurzeln gleichzeitig liefert, auch die komplexen, aber mit erheblichem Rechenaufwand (s. [19.14], [19.40]).