Kongruenzrelationen, Faktoralgebren

Um Faktorstrukturen, wie im Falle der Gruppen und Ringe, für universelle Algebren konstruieren zu können, wird der Begriff der Kongruenzrelation benötigt. Eine Kongruenzrelation ist eine mit der Struktur verträgliche Äquivalenzrelation: Es sei eine -Algebra und R eine Äquivalenzrelation in A. R heißt Kongruenzrelation in A, falls für alle und alle mit gilt:

(5.300)

Die Menge der Äquivalenzklassen (Faktormenge) bezüglich einer Kongruenzrelation bildet bezüglich repräsentantenweisem Rechnen wieder eine -Algebra: Es sei eine -Algebra und R eine Kongruenzrelation in Die Faktormenge A /R (s. Äquivalenz- und Ordnungsrelationen) wird bezüglich folgender Operationen mit

(5.301)

zu einer -Algebra A/R, der Faktoralgebra von A nach
Die Kongruenzrelationen von Gruppen bzw. Ringen lassen sich durch spezielle Teilstrukturen - Normalteiler bzw. Ideale - beschreiben. Im allgemeinen, z.B. bei Halbgruppen, ist eine solche Beschreibung der Kongruenzrelationen nicht möglich.